Auf einen Blick
- Die Region Valencia besteht aus den Provinzen Castellón, Valencia und Alicante.
- Die Costa Blanca liegt in der Provinz Alicante und ist kein anderer Name für die Stadt Valencia.
- Naturparks wie die Albufera, der Montgó oder der Penyal d’Ifac ergänzen Stadt und Strand.
- Für eine kurze Reise lieber einen nördlichen oder einen südlichen Schwerpunkt wählen.
Region, Provinz oder Stadt?
Die Region Valencia, offiziell Comunitat Valenciana, ist eine der autonomen Gemeinschaften Spaniens. Sie besteht aus drei Provinzen, die von Norden nach Süden aufeinander folgen: Castellón, Valencia und Alicante. Insgesamt hat die Region laut offiziellem Tourismusportal Spaniens rund 632 Kilometer Küste. Die Provinz Valencia trägt denselben Namen wie ihre Hauptstadt, die zugleich Hauptstadt der ganzen Region ist. Daher kommt die Verwechslung.
Für die Urlaubsplanung hilft es, die Ebenen sauber zu trennen. Wer ein Angebot für „Valencia“ sieht, sollte prüfen, ob die Unterkunft in der Stadt liegt, irgendwo in der Provinz oder sogar an der Costa Blanca, die zur Provinz Alicante gehört. Auf Schildern und in Ortsnamen begegnet dir außerdem oft die valencianische Form, etwa Castelló statt Castellón, Calp statt Calpe oder Xàbia statt Jávea. Valencianisch ist in der Region Amtssprache neben dem Spanischen.
| Provinz | Hauptstadt | Küstenname | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Castellón | Castellón de la Plana | Costa Azahar | Islas Columbretes, Desert de les Palmes |
| Valencia | Valencia | València Terra i Mar | Stadt Valencia, Albufera |
| Alicante | Alicante | Costa Blanca | Benidorm, Dénia, Calp, Elche, Tabarca |
Valencia als Städteziel
Die Stadt Valencia ist der kulturelle Mittelpunkt der Region. Die Seidenbörse gehört zum UNESCO-Welterbe, dazu kommen Kathedrale, Zentralmarkt, der lange Grünzug im alten Flussbett und die moderne Stadt der Künste und Wissenschaften. Valencia ist ein klassisches Ziel für drei, vier Tage Städtereise, die du mit Stadtstrand oder einem Ausflug verbinden kannst. Alles Weitere dazu steht auf unserer eigenen Seite über die Stadt Valencia.
Südlich der Stadt liegt der Naturpark Albufera, eine Lagune mit Reisfeldern, Wald und vielen Vogelarten. Er ist ein typischer Halbtagesausflug von der Stadt aus und gilt als Herkunftsregion der Paella. Wer Natur sucht findet weiter im Landesinneren Gebirge wie die Serra d’Espadà, die sich bis in die Provinz Castellón zieht und das Gebiet um Sot de Chera.
Alicante und die Costa Blanca
Die Costa Blanca liegt vollständig in der Provinz Alicante. Zu ihren bekannten Orten zählen Dénia, Xàbia, Teulada-Moraira, Calp, Altea, Benidorm und Villajoyosa im Norden sowie Torrevieja im Süden. Der Norden ist hügeliger, mit felsküsten und Buchten, der Süden flacher und mit langen Stränden. Die Stadt Alicante selbst bietet eine Altstadt, die Burg Santa Bárbara mit Blick über Stadt und Hafen sowie einen Stadtstrand. Unsere Seiten zu Alicante und zur Costa Blanca vertiefen das.
Etwas landeinwärts lohnt Elche einen Abstecher. Der Palmenhain von Elche gehört zum UNESCO-Welterbe und wird als größter Palmenhain Europas beschrieben. Im Hinterland liegen Orte wie Guadalest mit seiner Burg und Naturgebiete wie die Serra de Mariola. Vor der Küste von Alicante liegt die kleine Insel Tabarca, die viele als Tagesausflug besuchen.
Castellón und die Natur im Norden
Die nördlichste Provinz, Castellón, ist touristisch ruhiger als der Süden. Ihre Küste heißt Costa Azahar und ist laut spain.info rund 120 Kilometer lang. Wer hier Urlaub macht sucht meist Strandorte ohne große Hotelburgen oder verbindet Strand mit Ausflügen ins bergige Hinterland. Zu den Naturzielen gehören der Desert de les Palmes mit alten Klöstern und Wegen zum Wandern und Radfahren sowie das Feuchtgebiet Prat de Cabanes-Torreblanca, das zu den am besten erhaltenen der Region zählt.
Weit vor der Küste liegen die Islas Columbretes, eine kleine vulkanische Inselgruppe, die als Natur- und Meeresreservat besonders geschützt ist. Ein Besuch ist kein gewöhnlicher strandausflug und unterliegt eigenen Regeln. Unsere Seite zu den Columbretes erklärt, was dort möglich ist und was nicht.
Naturparks an der südlichen Küste
Gerade an der Costa Blanca liegen Naturräume direkt neben den Badeorten. Der Montgó bei Dénia und der Penyal d’Ifac bei Calp sind markante Berge am Meer mit steilen Klippen. Die Serra Gelada zwischen Benidorm und Altea hat laut offiziellem Tourismusportal einen gut zugänglichen Weg zu einem Leuchtturm. Solche Ziele lassen sich gut mit einem Strandurlaub verbinden, erfordern aber festes schuhwerk, Wasser und frühe Startzeiten im Sommer.
Weiter südlich ergänzen die Salinen von Santa Pola sowie La Mata und Torrevieja mit ihren Lagunen das Bild. Für viele Naturparks gelten eigene Regeln zu Wegen, Parken oder Zugang in sensiblen Bereichen. Informiere dich vor dem Besuch bei der zuständigen Parkverwaltung, besonders wenn du in der Hochsaison oder bei Waldbrandgefahr unterwegs bist.
Welche Basis passt zu dir?
Die richtige Basis hängt davon ab, wo du ankommst und wie weit deine Ausflüge reichen sollen. Die Region hat Flughäfen bei Valencia und bei Alicante. Zwischen Madrid und den Städten Valencia und Alicante verkehren schnelle Fernzüge, etwa von Renfe und Ouigo. Wer mit der Bahn anreist wohnt daher meist in einer der beiden Städte.
- Stadt Valencia: für Kultur, Restaurants und Stadtstrand, gut ohne Auto. Ausflüge zur Albufera sind einfach.
- Alicante: Stadt mit Strand und Burg, guter Ausgangspunkt für Tabarca, Elche und Teile der Costa Blanca.
- Nördliche Costa Blanca: für Buchten, Wandern an Küstenbergen und ruhigere Orte. Ein Mietwagen ist hier oft sinnvoll.
- Castellón: für ruhige Strandtage und Natur im Hinterland, weniger internationales Angebot.
Alle vier Basen haben ihre Stärken, keine ist für jede Reise die beste. Bei mySpanien empfehlen wir, die Basis nach deinem wichtigsten Tagesziel auszuwählen und nicht nach dem günstigsten Preis an irgendeinem Ort zwischen den Küsten. Wenn du keinen Mietwagen nimmst, wähle einen Ort mit gutem Bahn- oder Busanschluss und plane Ausflüge entlang dieser Verbindungen. Mehr dazu erklärt unser Ratgeber zu Zugreisen in Spanien.
Reisezeit und Alltag in der Region
Die Küsten der Region liegen am Mittelmeer, die Sommer sind lang und warm. Juli und August sind an der Costa Blanca und in den Badeorten rund um Valencia die vollsten Monate, auch weil viele Spanierinnen und Spanier hier selbst Urlaub machen. Wer Strand und Stadt verbinden möchte, reist im Juni oder September oft entspannter. Für Städte, Wanderungen an den Küstenbergen und Ausflüge ins Hinterland eignen sich Frühling und Herbst besonders, weil die Hitze dann nachlässt.
Im Herbst kann es an der Ostküste zu heftigen Regenfällen kommen, die örtlich zu Überschwemmungen führen. Das ist kein Grund auf eine Reise zu verzichten, aber ein Grund, die Warnungen des staatlichen Wetterdienstes AEMET ernst zu nehmen und Ausflüge in Flusstäler oder Schluchten bei Warnlage zu verschieben. Im winter ist es an der Küste mild, viele Strandorte sind dann allerdings ruhig und manche Hotels haben geschlossen. Die Stadt Valencia bleibt dagegen das ganze Jahr lebendig. Besonders im März, wenn die Fallas gefeiert werden, ist sie sehr voll und Unterkünfte sind früh ausgebucht.
Eine Route mit Schwerpunkt
Die Region erstreckt sich über eine lange Küste. Für eine Woche lohnt es sich, einen nördlichen oder einen südlichen Schwerpunkt zu setzen. Im Norden kombinierst du zum Beispiel die Stadt Valencia mit Albufera und einigen Tagen an der Costa Azahar. Im Süden verbindest du Alicante mit Elche, Tabarca und zwei, drei Orten an der Costa Blanca. Wer zwei Wochen hat kann beides verbinden, sollte die Fahrt dazwischen aber als eigenen Reisetag einplanen. Weitere Ideen für eigene Strecken liefert unser Beitrag zum Spanien-Roadtrip.
Zur Frage nach Abgaben: Eine regionale Übernachtungsabgabe für die ganze Comunitat Valenciana war beschlossen, wurde laut Presseberichten aber noch vor ihrem Start wieder abgeschafft. Ob einzelne Städte eigene Abgaben einführen, wird diskutiert. Prüfe den aktuellen Stand bei deiner Unterkunft, statt mit einer festen zahl zu rechnen.
Häufige Fragen zur Region Valencia
Was ist der Unterschied zwischen der Region und der Stadt Valencia?
Die Region umfasst die drei Provinzen Castellón, Valencia und Alicante mit der gesamten Küste dazwischen. Die Stadt Valencia ist die Hauptstadt der Region und der gleichnamigen Provinz. Ein Hotel in der Region kann also weit von der Stadt entfernt liegen.
Wo liegt die Costa Blanca?
In der Provinz Alicante, also im Süden der Region. Sie reicht von Dénia und Xàbia im Norden bis nach Torrevieja im Süden. Mit der Stadt Valencia hat sie direkt nichts zu tun.
Welche Naturziele ergänzen einen Stadturlaub?
Von der Stadt Valencia aus der Naturpark Albufera, von Alicante aus Tabarca und Elche, von der nördlichen Costa Blanca aus Montgó, Penyal d’Ifac und Serra Gelada. Im Norden bieten der Desert de les Palmes und die Serra d’Espadà Wege im Hinterland.
Den Überblick über alle Regionen des Landes bietet unsere Seite zu Spaniens Festland. Wer gerade noch überlegt, ob es überhaupt die Ostküste sein soll, findet Orientierung bei den Spanien-Reisezielen.
Quellen und offizielle Informationen
- Region of Valencia: what to see, spain.info, abgerufen am 24. Oktober 2026
- Tourism in Alicante: the Costa Blanca, spain.info, abgerufen am 24. Oktober 2026
- Natural parks, Comunitat Valenciana, offizielles Tourismusportal, abgerufen am 24. Oktober 2026
- Natural Parks in the Region of Valencia, Comunitat Valenciana, offizielles Tourismusportal, abgerufen am 24. Oktober 2026
- Parque Natural Illes Columbretes, Generalitat Valenciana, Parcs Naturals, abgerufen am 24. Oktober 2026
- Les Corts validan el adiós a la tasa turística (Bericht), Valencia Plaza, abgerufen am 24. Oktober 2026
Bildnachweise: Fotos: Sam Williams, Victoria Nezh / Unsplash.

