Festland · Costa Blanca

Costa Blanca zwischen Stränden und Ausflugsorten

Costa Blanca ist der touristische Name für die Küste der Provinz Alicante. Dahinter verbergen sich sehr unterschiedliche Orte: felsige Buchten und Kaps im Norden, Hochhäuser in Benidorm, weiße Altstädte wie Altea und lange Sandstrände im Süden. Diese Seite hilft dir, für deinen Costa-Blanca-Urlaub die passende Reisebasis zu finden, statt nur nach dem günstigsten Hotel zu suchen.

Von der mySpanien Redaktion Aktualisiert am

Treppe zwischen Bougainvillea und Palmen hinunter zum Meer
Treppen, Blüten, Blick aufs Meer: So sehen viele Küstenorte am Mittelmeer aus.

Auf einen Blick

  • Die Costa Blanca liegt vollständig in der Provinz Alicante und ist keine Verwaltungseinheit.
  • Der Norden mit Dénia, Xàbia und Moraira bietet Kaps, Buchten und Steilküsten.
  • In der Mitte liegen Altea, Calp und Benidorm, im Süden lange Sandstrände und Salzlagunen.
  • Die Straßenbahn verbindet Alicante, Benidorm und Dénia, für das Hinterland brauchst du ein Auto.

Was die Costa Blanca ist

Der Name Costa Blanca steht für die Küste der Provinz Alicante im Süden der Region Valencia. Er ist eine touristische Bezeichnung und keine Verwaltungseinheit, ähnlich wie die anderen bekannten Küstennamen Spaniens. Was das Wort Costa in solchen Namen bedeutet, erklären wir im Glossar.

Für die Planung hilft eine grobe Dreiteilung. Der Norden rund um Dénia und Xàbia ist bergig, mit Kaps, Steilküste und kleinen Buchten. Die Mitte mit Calp, Altea und Benidorm verbindet bekannte Badeorte mit markanten Felsen und Bergen im Rücken. Der Süden ab Alicante ist flacher, mit langen Sandstränden, Salzlagunen und großen Ferienorten wie Torrevieja. Wo du wohnst, prägt deinen Urlaub deshalb stärker als der Name auf dem Katalog. Die Stadt Alicante selbst stellen wir auf einer eigenen Seite vor, ebenso die übergeordnete Region Valencia.

Der Norden: Dénia, Xàbia und Moraira

Dénia ist die Hauptstadt der Comarca Marina Alta. Die offizielle Tourismusseite der Region nennt die Altstadt, die Burg und die Sonnenuntergänge als Höhepunkte und hebt den Küstenabschnitt Les Rotes zum Schnorcheln hervor. Dénia ist außerdem UNESCO-Kreativstadt der Gastronomie. Vom Hafen fahren Fähren zu den Balearen, was die Stadt für eine Kombination aus Festland und Insel interessant macht.

Zwischen Dénia und Xàbia erhebt sich der Montgó, ein Naturpark, der die beiden Orte trennt. Xàbia, auf Spanisch Jávea, liegt zwischen dem Cap de Sant Antoni und dem Cap de la Nau. Der Ort besteht aus Altstadt, hafen und Strandbereich, das Wasser in den Buchten ist oft sehr klar. Weiter südlich folgt Moraira mit kleinen Buchten, die sich zum Schnorcheln eignen.

Der Norden passt zu dir wenn du Buchten, Wanderungen und Aussichtspunkte schätzt und gern mit dem Auto die Küste entlangfährst. Wer vor allem lange Sandstrände direkt vor der Tür sucht, wird hier seltener fündig. Viele Badestellen sind Felsbuchten, also eher eine Cala als ein Strand im klassischen Sinn.

Die Mitte: Altea, Calp und Benidorm

Calp ist vor allem für den Penyal d’Ifac bekannt, den Felsen, der direkt am Ort aus dem Meer ragt. Der Aufstieg ist reguliert, zeitweise war eine Reservierung mit Tageslimit nötig. Prüfe die aktuellen Regeln beim Naturpark, bevor du losgehst und rechne mit einem anspruchsvollen weg. Neben dem Felsen gibt es in Calp Salinen, Strände und eine kleine Altstadt.

Altea ist für sein Ortsbild bekannt, mit weißen Häusern, blauen Kuppeln und einem Altstadtviertel mit Aussichtspunkt. Benidorm ist das gegenteil: eine Skyline aus Hochhäusern, lange Strände, viel Unterhaltung und trotzdem eine kleine Altstadt mit dem Aussichtspunkt Balcón del Mediterráneo. Zwischen Benidorm und Altea liegt die Serra Gelada, ein Naturpark mit einem gut erreichbaren Weg zum Leuchtturm von L’Albir.

Weiter südlich folgt Villajoyosa mit bunten Häusern am Meer. Wer in der Mitte der Küste wohnt erreicht Norden und Süden etwa gleich gut. Das macht diesen Abschnitt zu einer flexiblen Basis, besonders wenn du die Straßenbahn nutzen willst.

Der Süden: Alicante, Santa Pola und Torrevieja

Südlich von Benidorm wird die Küste allmählich flacher. Die Stadt Alicante verbindet Altstadt, Burg und Stadtstrände. Südlich davon liegt Santa Pola mit Hafen, Stränden und Salinen, in denen sich Vögel beobachten lassen. Von Santa Pola und Alicante aus fahren Boote zur kleinen Insel Tabarca, die sich als Tagesausflug anbietet.

Noch weiter südlich folgen Guardamar del Segura und Torrevieja. Rund um Torrevieja liegen die Lagunen von La Mata und Torrevieja, ein weiteres Naturgebiet, das die regionale Tourismusseite für Vogelbeobachtung empfiehlt. Der Süden ist stark von Ferienwohnungen und Wohnanlagen geprägt. Er passt gut zu Familien, die lange Sandstrände suchen und zu Reisenden, die eine Ferienwohnung für mehrere Wochen mieten möchten. Wer abwechslungsreiche Landschaft und Altstadtgassen sucht ist im Norden besser aufgehoben.

Ausflüge ins Hinterland

Die Costa Blanca besteht nicht nur aus Strand. Wenige Kilometer landeinwärts beginnen Berge, Täler und Dörfer, die sich als Abwechslung zu Badetagen anbieten. Zwischen Stränden und Ausflugsorten liegen oft nur kurze Fahrten. Die offizielle Tourismusseite der Region nennt El Castell de Guadalest mit seiner Burg auf dem Felsen, mehreren Museen und einem türkisfarbenen Stausee. Bei Callosa d’en Sarrià liegen die Fonts de l’Algar, natürliche Becken an einem Bach und in der Nähe beginnt die Wanderung zum Forat de Bèrnia.

Weiter im Inland liegen Jijona, bekannt für den Turrón und Alcoy, umgeben vom Naturpark Sierra de Mariola. Südwestlich von Alicante lohnt Elche mit seinem Palmenhain, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Für diese Ziele ist ein Mietwagen die praktischste Lösung. Plane bei Naturzielen Wasser und feste Schuhe ein und prüfe im Sommer ob es Zugangsregeln oder Sperrungen wegen Waldbrandgefahr gibt. Eine gute Faustregel: Ausflüge ins Hinterland am Vormittag, Strand am Nachmittag.

Strandformen im Vergleich

Die folgende Übersicht ist eine redaktionelle Einordnung. Sie ersetzt nicht den Blick auf den konkreten Strand und die Hinweise vor Ort.

Redaktionelle Einordnung: Küstenabschnitte der Costa Blanca
AbschnittTypische BadestellenPasst zuBedenke
NordenFelsbuchten, Kies, einzelne SandsträndeSchnorcheln, Wandern, AussichtZugänge teils steil, Parkplätze knapp
MitteLange Stadtstrände und kleine BuchtenAbwechslung, Ausflüge in beide RichtungenIn Benidorm viel Betrieb
SüdenLange, flache SandsträndeFamilien, längere AufenthalteWeniger Altstadt, viele Wohnanlagen

Welche Reisebasis passt zu dir?

Statt einer Hotelliste helfen ein paar Fragen, um unter den möglichen Reisebasen die richtige zu finden. Willst du jeden Tag an einen Sandstrand und abends zu Fuß essen gehen? Dann sind die großen Badeorte in der Mitte oder im Süden praktisch. Möchtest du lieber wandern, schnorcheln und kleine Orte entdecken? Dann passt der Norden, idealerweise mit Mietwagen. Planst du eine Mischung aus Stadt und Strand ohne Auto, ist Alicante eine gute Wahl, weil von dort die Straßenbahn in beide Richtungen fährt.

Eine Ferienwohnung lohnt sich wenn du länger bleibst oder mit Familie reist. Ein Hotel ist bequemer für kurze aufenthalte. Achte bei Angeboten immer auf die genaue Adresse, denn eine Unterkunft mit dem Namen eines Ortes kann einige Kilometer außerhalb liegen. Mehr Hilfe bei der Wahl gibt dir unser Ratgeber zu Unterkünften in Spanien.

Mobilität und Saison

Die Straßenbahn TRAM d’Alacant verbindet Alicante mit El Campello und Benidorm, eine weitere Linie fährt von Benidorm nach Dénia. Damit erreichst du viele Orte der Küste ohne Auto, brauchst aber Zeit. Busse ergänzen das Netz. Für das Hinterland, etwa das Bergdorf Guadalest mit Burg und Stausee, die Wasserfälle von Algar oder die Bergregion um Alcoy, ist ein Auto deutlich praktischer.

Die Badesaison reicht grob vom späten Frühling bis in den Herbst. Im Juli und August sind Strände, Straßen und Parkplätze voll, Unterkünfte teuer. Frühling und Herbst eignen sich gut für Wanderungen und Ausflüge. Viele Orte im Süden sind wegen der Ferienwohnungen auch im Winter bewohnt, dann ist es dort ruhig, aber nicht ausgestorben. Wann sich welche Region Spaniens lohnt, vergleicht unser Ratgeber zur besten Reisezeit.

Typische Fehler bei der Planung

Der häufigste Fehler ist, die Costa Blanca als einheitliches Ziel zu behandeln. Zwischen Dénia im Norden und Torrevieja im Süden liegen viele Kilometer und eine Unterkunft am falschen Ende macht geplante Ausflüge lang. Ein zweiter Fehler betrifft die Strände: Wer Bilder von Felsbuchten im Norden sieht, aber mit kleinen Kindern einen flachen Sandstrand braucht, bucht leicht am Bedarf vorbei.

Auch der sommerverkehr wird oft unterschätzt. In der Hochsaison sind Parkplätze an beliebten Buchten früh belegt und manche Naturziele regeln den Zugang. Die Straßenbahn ist bequem, aber langsamer als das Auto. Bei mySpanien raten wir deshalb, zuerst den Küstenabschnitt zu wählen, dann die Unterkunft und erst zum Schluss die Ausflüge, nicht umgekehrt.

Häufige Fragen zur Costa Blanca

Wo ist die Costa Blanca am schönsten?

Das hängt von deinem Urlaub ab. Für Buchten, Kaps und Wanderungen passt der Norden um Dénia, Xàbia und Moraira. Für lange Sandstrände und Familienurlaub eher der Süden. Die Mitte mit Altea und Benidorm verbindet beides.

Brauche ich an der Costa Blanca ein Auto?

Nicht zwingend. Die Straßenbahn verbindet Alicante, Benidorm und Dénia, Busse ergänzen das Netz. Für das Hinterland, abgelegene Buchten und Naturparks ist ein Mietwagen aber deutlich bequemer.

Ist die Costa Blanca dasselbe wie Valencia?

Nein. Die Costa Blanca ist die Küste der Provinz Alicante. Die Stadt Valencia liegt weiter nördlich in der gleichnamigen Provinz. Beide gehören zur Region Valencia.

Quellen und offizielle Informationen

  1. Tourism in Alicante: the Costa Blanca, spain.info, offizielles Tourismusportal Spaniens, abgerufen am 24. Oktober 2026
  2. What to see on the Costa Blanca, Comunitat Valenciana, offizielles Tourismusportal, abgerufen am 24. Oktober 2026
  3. Itinerary through the natural parks of the Region of Valencia, Comunitat Valenciana, abgerufen am 24. Oktober 2026
  4. Public transport, Alicante City & Beach, Tourismus der Stadt Alicante, abgerufen am 24. Oktober 2026
  5. Tabarca Island, Alicante City & Beach, abgerufen am 24. Oktober 2026

Bildnachweise: Fotos: Ionut Dobre, Farid Askerov / Unsplash.

Luftbild eines Küstenorts mit Hafen und türkisfarbenen Buchten

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