Mallorca · Sehenswürdigkeiten

Mallorcas Sehenswürdigkeiten sinnvoll entdecken

Kathedrale, Bergdörfer, Höhlen, Kap und Naturpark: Mallorcas Sehenswürdigkeiten liegen über die ganze Insel verteilt. Wer sie wie eine Liste abarbeitet, sitzt vor allem im Auto. Hier bündeln wir die wichtigsten Ziele nach Regionen, erklären, wo Tickets oder Zufahrtsregeln eine Rolle spielen und schlagen Tage vor, die sich wirklich entspannt anfühlen.

Von der mySpanien Redaktion Aktualisiert am

Kathedrale von Palma mit Fontäne im Wasserbecken davor
Die Kathedrale in Palma ist für viele der erste Programmpunkt.

Auf einen Blick

  • Teile die Insel in vier Besuchsräume: Palma, Norden, Tramuntana und Osten mit Südosten.
  • Plane pro Tag einen Schwerpunkt statt einer langen Liste quer über die Insel.
  • Für die Kathedrale, den Königspalast und die Coves del Drac lohnen sich Tickets vorab.
  • Am Cap de Formentor galten 2026 zeitweise Fahrbeschränkungen für private Autos.

Die Insel in vier Besuchsräume teilen

Mallorca wirkt auf der Karte klein, doch zwischen den Ecken der Insel liegen schnell eine Stunde Fahrt und mehr, in den Bergen auch deutlich länger. Fahrzeiten hängen stark von Straße, Saison und Verkehr ab, deshalb nennen wir hier keine festen Werte. Viel wichtiger ist eine einfache Planungslogik: Teile die Insel in vier Besuchsräume und verbringe einen Tag möglichst in einem davon.

Der erste Raum ist Palma mit Kathedrale, Königspalast und Altstadt. Der zweite ist der Norden mit Alcúdia, der römischen Stadt Pollentia und dem Cap de Formentor. Der dritte ist die Serra de Tramuntana im Westen mit Sóller, Valldemossa und Deià. Der vierte umfasst den Osten und Südosten mit Höhlen, Buchten und dem Naturpark Mondragó. Je nachdem, wo du wohnst, liegen ein oder zwei dieser Räume nah, die anderen erreichst du als Tagesausflug. Wie du eine passende Basis findest, erklärt unsere Seite zum Mallorca-Urlaub.

Palma: Kultur mit Plan

In Palma liegen die bekanntesten Kulturziele der Insel dicht beieinander. Die gotische Kathedrale, der Königspalast La Almudaina und die mittelalterliche Börse La Lonja kannst du an einem Vormittag zu Fuß verbinden. Für die Kathedrale und den Palast gibt es Tickets online, die Zeiten unterscheiden sich je nach Tag und Saison. Plane danach eine pause ein, denn ein Kulturtag in der Stadt ist anstrengender als er aussieht.

Über der Stadt liegt das Castell de Bellver mit Sammlungen des Stadtmuseums und Blick über die Bucht. Wer nur einen Tag in Palma hat wählt zwischen Altstadt und Burg, beides zusammen wird schnell hektisch. Viertel, Unterkunft und einen Vorschlag für zwei Tage findest du auf unserer Seite zu Palma de Mallorca.

Gotische Kathedrale mit Rosettenfenster, durch einen Steinbogen gesehen
Gotische Architektur gehört zu den Höhepunkten eines Stadttages.

Geschichte im Norden: Alcúdia, Pollentia und Formentor

Im Norden zeigt Mallorca eine andere historische Seite. Die Altstadt von Alcúdia ist von Stadtmauern umgeben, mit deren Bau nach Angaben der Gemeinde König Jakob II. nach der Gründung der Stadt im Jahr 1298 begann, um sie vor Piratenangriffen zu schützen. Gleich daneben liegt Pollentia, laut der Gemeinde die wichtigste römische Ausgrabungsstätte Mallorcas. Altstadt und Ausgrabung lassen sich gut an einem halben Tag verbinden, danach bleibt Zeit für den Strand an der Bucht. Mehr über den Ort und die Unterschiede zwischen Altstadt und Hafenviertel liest du auf unserer Seite zu Alcúdia.

Ganz im Nordosten ragt das Cap de Formentor ins Meer, mit steilen Klippen, Aussichtspunkten und einem Leuchtturm am Ende einer kurvigen Straße. Hier solltest du vorher die Zufahrt prüfen. Laut einem Bericht vom Dezember 2025 galten 2026 vom 15. Mai bis zum 15. Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr Einschränkungen für private Fahrzeuge auf der Straße zum Strand und zum Leuchtturm. Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder und Fußgänger waren davon ausgenommen. Ob und wann die Regel gilt kann sich ändern, informiere dich also vor dem Ausflug bei den zuständigen Stellen.

Die Serra de Tramuntana: Bergdörfer und Ausblicke

Die Serra de Tramuntana zieht sich entlang der gesamten Nordwestküste. Die UNESCO hat sie im Jahr 2011 als Kulturlandschaft in die Welterbeliste aufgenommen, vor allem wegen der Terrassen, Trockenmauern und Wasserwege, mit denen die Menschen die Berge über Jahrhunderte nutzbar gemacht haben. Für Besucher heißt das: Die Landschaft selbst ist die Sehenswürdigkeit.

Sóller liegt in einem Tal mit Zitrus- und Olivengärten und ist mit Palma über eine historische Bahn verbunden. Im Ort stehen die Pfarrkirche Sant Bartomeu und Bauten des Modernisme. Von Sóller führt eine Straßenbahn hinunter an den Hafen. Wie du Stadt, Bahn und Hafen am besten kombinierst, erklärt unsere Seite zu Port de Sóller. Weiter westlich liegen Deià und Valldemossa, wo die frühere Kartause an den Winteraufenthalt von Frédéric Chopin und George Sand erinnert. Diese Orte sind beliebt und die Bergstraßen eng. Wer früh fährt, findet leichter einen parkplatz und erlebt die Dörfer ruhiger.

Viele Ziele in der Tramuntana erschließen sich erst zu Fuß. Wenn du Wanderungen einplanen willst, findest du in unserem Ratgeber zum Wandern auf Mallorca passende Regionen und Hinweise zur Vorbereitung.

Osten und Südosten: Höhlen, Buchten und ein Naturpark

An der Ostküste bei Porto Cristo liegen die Coves del Drac. Der Besuch umfasst laut Betreiber ein Live-Konzert am unterirdischen Martel-See. Tickets lassen sich online mit einem gewünschten Zeitfenster buchen, was sich in der Hauptsaison anbietet. Die Höhlen sind wetterunabhängig und deshalb auch an Regentagen ein beliebtes Ziel, entsprechend voll kann es dann werden.

Ganz anders funktioniert der Naturpark Mondragó im Gemeindegebiet von Santanyí. Er wurde 1992 zum Naturpark erklärt und gehört zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000. Hier besuchst du keine Eintrittskulisse, sondern ein Schutzgebiet mit Wegen, Buchten wie der Cala Mondragó und S'Amarador und kleinen Feuchtgebieten. Laut dem offiziellen Tourismusportal ist der Park ganzjährig geöffnet und der Zugang frei, die zwei Parkplätze sind gebührenpflichtig. Das Informationszentrum liegt am Parkplatz Ses Fonts de n'Alis. Bleib auf den Wegen, nimm deinen müll wieder mit und plane im Sommer früh, denn die Buchten sind beliebt. In der Nähe liegt auch Cala d’Or mit weiteren Buchten.

Drei Tage mit je einem Schwerpunkt

Die folgenden Kombinationen sind redaktionelle Vorschläge, keine getesteten Touren. Sie zeigen, wie du pro Tag einen Schwerpunkt setzt und eine Alternative bereithältst, falls das Wetter nicht mitspielt.

Tageskombinationen für Mallorcas Sehenswürdigkeiten (redaktionelle Planung)
TagSchwerpunktPasst dazuBei Regen
Kultur in PalmaKathedrale und AltstadtLa Lonja, Abend in Santa CatalinaKönigspalast, Museen der Stadt
NordenAlcúdia mit Stadtmauer und PollentiaBadepause in der Bucht, Formentor außerhalb der SperrzeitenAltstadt von Alcúdia, Museum statt Strand
TramuntanaSóller mit BahnfahrtHafen von Sóller, kurzer SpaziergangBahnfahrt und Ortsbesuch ohne Wanderung
SüdostenNaturpark MondragóBaden in einer Bucht des ParksCoves del Drac mit gebuchtem Zeitfenster

Wer eine Woche Zeit hat kann die Räume auch in einer festen Route verbinden. Wie das mit wechselnden Unterkünften funktioniert, zeigt unser Mallorca-Roadtrip für sieben Tage.

Weniger ist mehr: eine realistische Auswahl

Viele Listen nennen zwanzig oder dreißig ziele. Auf Mallorca führt das zu langen Tagen im Auto und kurzen Besuchen, bei denen du kaum etwas wahrnimmst. Wähle lieber drei bis fünf Ziele die dir wirklich wichtig sind und plane den Rest des Urlaubs um sie herum. Ein Kulturtag in Palma, ein Tag in den Bergen und ein Tag an einer Bucht im Naturpark ergeben schon ein gutes Bild der Insel.

Denk außerdem an die Jahreszeit. Im Hochsommer sind die bekannten Ziele voll und die mittagsstunden heiß. Im Frühling und Herbst ist es ruhiger, manche Angebote laufen dann aber mit eingeschränkten Zeiten. Welche Monate zu welchen Plänen passen, steht auf unserer Seite zur Reisezeit auf Mallorca. Und wer zusätzlich Strandtage plant, findet in unserem Strandführer für Mallorca passende Buchten.

Sehenswürdigkeiten ohne Auto erreichen

Nicht jeder möchte auf Mallorca einen Mietwagen fahren und das ist auch nicht immer nötig. Palma erkundest du zu Fuß und mit Stadtbussen. Nach Sóller fährt die historische Bahn, deren Fahrplan nach Saison wechselt. Viele Orte im Norden und Osten sind mit den Überlandbussen des Verkehrsverbunds TIB erreichbar, allerdings nicht jede abgelegene Bucht und nicht zu jeder Uhrzeit. Prüfe vor jedem Ausflug die aktuellen Fahrpläne und auch die letzte Rückfahrt.

Wer die Insel ohne Auto sinnvoll entdecken will wählt seine Unterkunft deshalb in einem gut angebundenen Ort und plant die Ausflüge rund um die Busverbindungen. Für einzelne Tage kannst du trotzdem ein Auto mieten, etwa für die Tramuntana oder den Südosten. Bei mySpanien raten wir dazu, solche Tage früh festzulegen, damit Fahrzeug und Parkplatz zum Plan passen.

Häufige Fragen zu Mallorcas Sehenswürdigkeiten

Welche Sehenswürdigkeiten lassen sich zusammen besuchen?

Am besten jene, die im selben Teil der Insel liegen: Kathedrale, Königspalast und La Lonja in Palma, Alcúdia und Pollentia im Norden, Sóller und der Hafen im Westen, die Coves del Drac und Buchten im Osten. Kombinationen quer über die Insel kosten viel Fahrzeit.

Welche Ziele brauchen ein Ticket?

Unter anderem die Kathedrale von Palma, der Königspalast La Almudaina und die Coves del Drac. Für die Höhlen kannst du online ein Zeitfenster wählen. Der Naturpark Mondragó hat freien Zugang, die Parkplätze kosten aber Gebühren. Prüfe Preise und Zeiten immer direkt beim Betreiber.

Was ist bei Regen auf Mallorca sinnvoll?

Museen und Kirchen in Palma, die Altstadt von Alcúdia oder die Coves del Drac. Meide bei Starkregen Schluchten und steile Wege in den Bergen und beachte die Warnungen des staatlichen Wetterdienstes AEMET.

Quellen und offizielle Informationen

  1. Palma: what to see, spain.info, abgerufen am 24. Oktober 2026
  2. Culture and History, Ajuntament d’Alcúdia, Tourismusportal, abgerufen am 24. Oktober 2026
  3. Sóller: what to see, spain.info, abgerufen am 24. Oktober 2026
  4. Cultural Landscape of the Serra de Tramuntana, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 24. Oktober 2026
  5. Nature park Mondragó, Illes Balears, offizielles Tourismusportal, abgerufen am 24. Oktober 2026
  6. Coves del Drac: Besuch und Tickets, Cuevas del Drach, abgerufen am 24. Oktober 2026
  7. Formentor tendrá restricciones de circulación del 15 de mayo al 15 de octubre en 2026, Mallorca Informa, abgerufen am 24. Oktober 2026

Bildnachweise: Fotos: Chloe Lefleur, Yves Alarie, Fabian S. / Unsplash.

Kurvige Straße zum Leuchtturm am Cap de Formentor auf Mallorca

Die passende Basis für deine Ausflüge

Wer im Norden wohnt, erreicht Alcúdia und Formentor leichter. Wer im Westen wohnt, ist schneller in der Tramuntana. Vergleiche Angebote mit Blick auf deine Lieblingsziele.

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