Auf einen Blick
- Die Burg auf dem Hügel beherbergt das städtische Museum für Geschichte und Archäologie, daneben steht ein Heiligtum aus dem 19. Jahrhundert.
- Nördlich des Júcar liegen Stadtstrände und Dünenstrände am Rand der Albufera, südlich der ruhigere Abschnitt bei Marenyet.
- Bootsfahrten auf dem Júcar und Wege durch die Reisfelder ergänzen den Strand.
- Cullera hat einen Bahnhof im Cercanías-Netz von Valencia.
Was Cullera ausmacht
Cullera gehört zur Comarca Ribera Baixa in der Provinz Valencia. Der Ort liegt an der Küste südlich von Valencia, zwischen dem Naturpark Albufera im Norden und Gandía im Süden. Prägend ist die Lage: Ein einzelner Berg ragt am Meer auf, auf seinem Hang stehen Burg und Heiligtum, darunter breitet sich die Stadt bis zur Mündung des Júcar aus, der auf Valencianisch Xúquer heißt.
Das regionale Tourismusportal beschreibt Cullera als durch und durch mediterran. Im Alltag heißt das: Strandurlaub ist der Hauptgrund für die meisten Gäste, doch du kannst ihn leicht mit Geschichte, Fluss und Natur mischen. Cullera ist kein verschlafenes Fischerdorf. Wer ein ursprüngliches Ortsbild erwartet, sollte sich vorher Fotos der Strandfront ansehen. Am Hauptstrand stehen viele große Apartmentbauten in mehreren Reihen. Wer damit leben kann, bekommt dafür kurze Wege und viel Auswahl bei Unterkünften.
Burg, Heiligtum und Aussichtspunkte
Der Weg hinauf zur Burg ist der beste Einstieg in den Ort. Das Tourismusportal empfiehlt, durch das Viertel El Pou zu steigen. Unterwegs kommst du an der Torre und ehemaligen Ermita de Santa Ana vorbei, die zu den ersten Bauten der Festung zählt. Oben ist die Burg von Mauern umgeben. In ihrer gotischen Kapelle ist heute das Museo Municipal de Historia y Arqueología untergebracht, das die Geschichte des Ortes erklärt.
Direkt daneben steht das Santuario de la Mare de Déu del Castell, eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Vom Hang aus hast du einen weiten blick über Stadt, Flussmündung und Küste. Laut Tourismusportal bieten auch das Alt del Fort und die Muralla Carlina weite Ausblicke. Geh am besten am späten Nachmittag hinauf wenn die Sonne nicht mehr so steil steht.
Zurück in der Stadt lohnt ein blick in den Markt. Gleich daneben liegt ein alter Luftschutzbunker, den du laut Tourismusportal besuchen kannst. Wer Geschichten mag, folgt der Ruta historias y leyendas de Cullera, einem rundweg zu den Sagen des Ortes.
Die Strände nördlich und südlich des Flusses
Der Júcar teilt die Küste von Cullera in zwei Hälften. Nördlich des Flusses liegen die meisten Strände. Die Playa de San Antonio ist der Stadtstrand mit vielen Restaurants und Services. Weiter folgen El Racó, Los Olivos und Cap Blanc, das laut Tourismusportal besonders gut für Windsurfer ist.
Ganz im Norden liegt die Playa del Dosel. Ihre Dünenwälle gehören zur Landschaft des Naturparks Albufera, dort ist es naturnaher als an der Promenade. Am Leuchtturm am Kap findest du eine kleine geschützte Pflanzenreserve und eine ruhige Bucht. Eine solche Badestelle zwischen Felsen erklärt unser Glossar zur Cala an Spaniens Küsten.
Südlich der Mündung wird es ruhiger. Hier steht die Torre de Marenyet, ein Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, an der Playa de Marenyet und l’Illa. Für den Sonnenuntergang empfiehlt das Tourismusportal die Laguna del Estany, eine kleine Lagune hinter dem Strand, an der du auch Wasservögel beobachten kannst.
Der Júcar, Reisfelder und die Albufera
Der Fluss ist mehr als eine Grenze zwischen zwei Strandabschnitten. Das Tourismusportal schlägt Bootsfahrten auf der Mündung vor, außerdem wird dort geangelt. Am Hafen liegt die Lonja de Pescadores. In der Fischhalle kannst du laut Portal frischen Fisch und Meeresfrüchte kaufen wenn du eine Ferienwohnung mit Küche hast.
Rund um den Ort führen Wege zu Fuß oder mit dem Rad durch die Reisfelder. Dort siehst du je nach jahreszeit überflutete Felder, Kanäle und viele Wasservögel. Auch die Bassa de Sant Llorenç ist laut Portal ein guter Ort für Vogelbeobachtung. Nach so einer Runde schmeckt ein Reisgericht in einem Restaurant im Ort besonders gut. Warum gerade diese Gegend so eng mit Reis verbunden ist, erklärt unser Glossar zur Paella aus Valencia.
Nördlich von Cullera beginnt der Naturpark Albufera mit seiner großen Lagune. Viele Besucher fahren von der Stadt Valencia aus hin. Von Cullera aus liegt er auf der anderen Seite, die Dünen am Dosel gehören schon zu seiner Landschaft. Was du im Park und in der Hauptstadt sehen kannst, findest du auf unserer Seite zu den Sehenswürdigkeiten in Valencia mit Albufera.
Ein Wochenende in Cullera planen
Das regionale Tourismusportal schlägt für zwei Tage eine einfache Aufteilung vor, die gut funktioniert. Am ersten Tag bleibst du im Ort: Markt am Vormittag, danach der Aufstieg durch El Pou zur Burg und am Abend ein Gang zum Hafen und zur Fischhalle. Am zweiten Tag geht es ans Wasser. Morgens machst du eine Bootsfahrt an der Júcar-Mündung oder eine Radrunde durch die Felder, mittags liegst du an einem der Strände im Norden und zum Sonnenuntergang fährst du hinüber zur Laguna del Estany.
Mit dieser Reihenfolge vermeidest du die mittagshitze am Burgberg und hast den Strand dann, wenn er am schönsten ist. Wer länger bleibt hängt einen Tag in der Albufera oder in Valencia an und kommt abends mit der Bahn zurück.
Anreise und unterwegs
Cullera hat einen Bahnhof im Cercanías-Netz von Renfe rund um Valencia, so steht es im aktuellen Netzplan. Damit ist der Ort für eine Anreise ohne Auto gut geeignet, auch als Kombination mit ein paar Tagen in der Hauptstadt. Prüfe Fahrpläne und Umstiege kurz vor deiner Reise direkt bei Renfe. Der nächste Flughafen ist Valencia.
Innerhalb des Ortes kommst du zu Fuß oder mit dem Rad gut voran, die Wege am Fluss sind flach. Für Ausflüge in die Berge im Hinterland oder an die Costa Blanca ist ein Mietwagen bequemer. Wie du Urlaub mit Bahn und Bus planst, erklärt unser Ratgeber zum Spanienurlaub ohne eigenes Auto.
Cullera oder ein Nachbarort?
An der Küste südlich von Valencia liegen Cullera und Gandía nicht weit auseinander. Beide haben breite Sandstrände und eine Bahnanbindung. Der Unterschied liegt im Drumherum. Gandía mit dem Palast der Borja ist größer und hat ein deutlich umfangreicheres Kulturprogramm in der Altstadt. Cullera ist kompakter und bietet mit Burg, Fluss und Albufera mehr Natur direkt vor der Haustür.
Wer vor allem Hochhäuser, Abendprogramm und sehr lange Strände sucht findet weiter südlich in Benidorm an der Costa Blanca mehr davon. Wer lieber eine Altstadt auf einer Halbinsel möchte schaut im Norden der Region nach Peñíscola.
Wann Cullera passt
Im Hochsommer ist Cullera ein typischer Ferienort mit vollen Stränden und belebten Abenden. Im Frühling und Herbst ist es entspannter, dann sind auch Radtouren durch die Reisfelder und der Aufstieg zur Burg angenehmer. Für einen langen Winteraufenthalt ist der Ort ruhig, das Angebot am Strand ist dann kleiner. Paare, die Ruhe suchen, wohnen eher im Süden bei Marenyet. Familien schätzen die Nähe zum Stadtstrand San Antonio.
Häufige Fragen zu Cullera
Was kann ich in Cullera außer Baden machen?
Steig zur Burg mit dem Museum für Geschichte und Archäologie, mach eine Bootsfahrt auf dem Júcar oder fahr mit dem Rad durch die Reisfelder. Am Abend lohnt die Laguna del Estany.
Welcher Strand in Cullera ist naturbelassen?
Die Playa del Dosel im Norden, deren Dünen zur Landschaft des Naturparks Albufera gehören. Südlich des Flusses ist der Abschnitt bei Marenyet ruhiger als der Stadtstrand.
Komme ich ohne Auto nach Cullera?
Ja, Cullera hat einen Bahnhof im Cercanías-Netz von Valencia. Prüf die aktuelle Verbindung vor der Fahrt bei Renfe.
Cullera ist eine gute Wahl, wenn du Sandstrand mit Burg, Fluss und Vogelwelt verbinden willst und kein Problem mit Apartmenthäusern an der Promenade hast. Wer ein kleines Dorf ohne Hochhausküste sucht, wird hier nicht glücklich. Alle anderen finden an der Küste südlich von Valencia eine unkomplizierte Basis. Einen Überblick über die übrigen Ziele gibt dir mySpanien auf der Seite zur Comunitat Valenciana für deinen Urlaub.

