Kanaren · Fuerteventura

Fuerteventura für Strände und weite Landschaften

Fuerteventura ist die Insel der langen Strände, der Dünen und des Windes. Wer hier Urlaub macht, sollte wissen, dass Norden und Süden sehr unterschiedlich sind und dass der Wind zum Alltag gehört. Diese Seite erklärt, welche Region zu welchem Urlaub passt, wie du dich auf der Insel bewegst und welche Ausflüge ins stille Inselinnere führen.

Von der mySpanien Redaktion Aktualisiert am

Sandstrand am Atlantik mit vorgelagerten Vulkaninseln
Heller Sand, Atlantik und kleine Inseln am Horizont. Das Foto ist keinem bestimmten Strand zugeordnet.

Auf einen Blick

  • Im Norden liegen Corralejo mit Dünen und Booten zur Insel Lobos, im Süden die Halbinsel Jandía mit langen Stränden.
  • Der Wind ist auf Fuerteventura ein ständiger Begleiter. Er macht die Insel bei Surfern beliebt, kann Strandtage aber auch anstrengend machen.
  • Im Inselinneren lohnen sich Betancuria, die älteste Stadt der Kanaren und die Höhlen von Ajuy.
  • Ohne Auto bleibst du meist an einem Ort, für Inselerkundungen ist ein Mietwagen praktisch.

Norden oder Süden?

Fuerteventura ist nach Teneriffa die zweitgrößte Insel der Kanaren und liegt nur rund hundert Kilometer vor der afrikanischen Küste. Laut spain.info ist die ganze Insel als Biosphärenreservat ausgewiesen. Die Landschaft ist trocken, weit und oft fast leer, mit erodierten Vulkanbergen, Ebenen und kilometerlangen Stränden. Für den Fuerteventura Urlaub ist vor allem eine Frage wichtig: Wohnst du im Norden oder im Süden?

Im Norden liegt Corralejo, ein lebendiger Ort mit Hafen, Restaurants und Dünen vor der Tür. Von hier fahren Boote zur kleinen Insel Lobos und Fähren nach Lanzarote. Im Süden erstreckt sich die Halbinsel Jandía mit langen hellen Sandstränden und den Orten Costa Calma und Morro Jable. Zwischen beiden Regionen liegt eine längere Fahrt. Wer im Süden wohnt und viele Ausflüge in den Norden plant, verbringt entsprechend viel Zeit im Auto. Entscheide deshalb zuerst, was dir wichtiger ist: ein lebendiger Ort mit Ausflugsmöglichkeiten oder ruhige, weite Strände.

Standortcheck: Welche Region passt zu deinem Urlaub?
FrageEher Norden (Corralejo, El Cotillo)Eher Süden (Jandía)
Was ist dir am Strand wichtig?Dünen, Ausflug nach Lobos, kleinere BuchtenLange, breite Sandstrände
Wie wichtig sind dir Abende im Ort?Promenade, Restaurants und Bars in CorralejoRuhiger, viele Hotels mit eigenem Angebot
Was planst du außer Strand?Hafen, Restaurants, Fähre nach LanzaroteRuhe, Strandspaziergänge, Ausflüge auf der Halbinsel
Wie reist du an?Flug zum Flughafen bei Puerto del Rosario, danach Transfer, Bus oder Mietwagen in die gewählte Region

Corralejo und Umgebung

Corralejo liegt an der Nordspitze der Insel, direkt gegenüber der kleinen Insel Lobos. Südlich des Ortes beginnt eine große Dünenlandschaft, die das offizielle Tourismusportal zu den Orten zählt, die man auf Fuerteventura nicht verpassen sollte. Der Wind formt die Dünen ständig neu. Auch hier gilt: Respektiere Absperrungen und Hinweisschilder, denn die Dünen sind ein empfindlicher Lebensraum.

Vom Hafen in Corralejo fahren Boote zur Insel Lobos. Das unbewohnte Inselchen liegt laut Tourismusportal rund zwei Kilometer vor der Küste und ist ein Naturschutzgebiet. Für den Besuch gelten Regeln zur Zahl der Besucher und zum Verhalten auf der Insel. Prüfe vor dem Ausflug bei der zuständigen Verwaltung oder deinem Bootsanbieter, ob du eine Genehmigung brauchst und wie du sie bekommst. Ebenfalls vom Hafen fahren Fähren nach Playa Blanca auf Lanzarote, etwa mit Fred. Olsen Express. Ein Tagesausflug auf die nachbarinsel ist so gut möglich.

Corralejo selbst ist ein touristischer Ort mit Promenade, Restaurants und Bars. Wer abends gern ausgeht oder Essen geht, ist hier besser aufgehoben als in den ruhigeren Orten im Süden. An der Westküste nördlich liegt El Cotillo, kleiner und ruhiger, mit Buchten, die je nach Wind und Gezeiten sehr unterschiedlich wirken.

Jandía und die langen Strände im Süden

Die Halbinsel Jandía im Süden der Insel ist für ihre langen weißen Sandstrände bekannt. Laut offiziellem Tourismusportal liegen sie auf der windabgewandten Seite der Halbinsel und eignen sich für Familien, Paare und Windsurfer. Die Hauptorte sind Costa Calma und Morro Jable, dazwischen erstrecken sich Strände, die oft so breit sind, dass du auch an vollen Tagen deinen Platz findest.

Auf der anderen Seite der Halbinsel liegt der Strand von Cofete. Das Tourismusportal beschreibt ihn als unberührten Strand mit rund vierzehn Kilometern Sand, erreichbar über eine Piste von etwa zehn Kilometern. Diese piste ist holprig und nicht asphaltiert. Prüfe vorher, ob dein Mietvertrag solche Wege erlaubt, denn viele Verträge schließen unbefestigte Straßen aus. Wegen der offenen Lage zum Atlantik ist Baden in Cofete oft gefährlich. Der Strand ist eher ein Ziel zum Schauen und Spazieren als zum Schwimmen.

Wer im Süden wohnt sollte die Lage der Unterkunft genau prüfen. Manche Hotels liegen direkt am Strand, andere an der Straße oder am Hang. Für einen ruhigen Strandurlaub ohne viele Ausflüge ist Jandía eine gute Wahl. Für Inselerkundungen musst du mit längeren Fahrten rechnen.

Betancuria und Ajuy: ein Tag im Inselinneren

Fuerteventura ist nicht nur Küste. Im Westen der Insel liegt Betancuria, laut offiziellem Tourismusportal die älteste Stadt der Kanaren. Sie wurde 1404 von dem normannischen Ritter Jean de Béthencourt gegründet. Die Lage im Inselinneren bot damals besseren Schutz vor Piraten. Heute ist der kleine Ort ein geschütztes historisches Ensemble mit der Kirche Santa María, einem ehemaligen Franziskanerkloster und zwei Museen. Rund um den Ort liegt laut spain.info das größte Landschaftsschutzgebiet der Insel, mit Aussichtspunkten über die vulkanischen Berge.

An der Westküste, nicht weit entfernt, liegt das Fischerdorf Ajuy mit seinen Höhlen. Laut Tourismusportal sind die Gesteine dort rund siebzig Millionen Jahre alt und damit die ältesten der Kanaren. Ein Weg führt vom Dorf zu den Höhlen an der Steilküste. Bei starker Brandung und auf nassen Felsen ist Vorsicht geboten, folge den markierten Wegen.

Wer mehr Zeit hat kann den Ausflug um weitere Dörfer im Inselinneren und Aussichtspunkte an der Straße ergänzen. Die Landschaft wirkt auf den ersten Blick karg, zeigt aber je nach Licht ganz unterschiedliche Farben, von hellem Ocker bis zu dunklem Vulkangestein. Gerade am frühen Morgen oder am späten Nachmittag lohnt sich ein Halt. Denk an Wasser und sonnenschutz, denn Schatten und Einkehrmöglichkeiten sind unterwegs selten.

Ein Tag im Inselinneren ist eine gute Ergänzung zum Strandurlaub, besonders an windigen Tagen. Mit dem Auto lässt sich eine Runde über Betancuria, die Aussichtspunkte und Ajuy gut an einem Tag fahren, ohne Hektik.

Wind, Wellen und Aktivitäten

Der Wind prägt Fuerteventura wie kaum eine andere Kanareninsel. Laut spain.info hat die Insel einen festen Platz im Weltcup der Windsurfer, als Spots werden unter anderem Corralejo, El Cotillo, Jandía und Caleta de Fuste genannt. Für Surfer und Kiter ist der Wind ein Grund zu kommen. Für einen Badeurlaub kann er dagegen anstrengend sein: Sand fliegt, die Wellen sind höher und es fühlt sich kühler an, als das Thermometer zeigt.

Wie windig es an einem Strand ist hängt von der Windrichtung, der Lage des Strandes und der Jahreszeit ab. Es gibt keinen Strand, der immer windstill ist. Viele Badegäste suchen sich deshalb Plätze im Windschatten von Mauern oder Dünen oder nutzen Windschutze. Beim Baden gilt wie überall an der Atlantikküste: Achte auf die Flaggen der Rettungsschwimmer, auf Strömungen und Hinweisschilder. Wo keine Aufsicht ist trägst du selbst die Verantwortung. Warnungen vor starkem Wind und Wellengang veröffentlicht der staatliche Wetterdienst AEMET.

Sonne gibt es auf Fuerteventura viel, eine Garantie für jeden tag aber nicht. Im Winter ist das Wasser frisch und auch auf dieser Insel kommen Wolken und gelegentlich Regen vor. Welche Monate sich für welche Pläne eignen, erklärt unser Ratgeber zur Reisezeit auf den Kanaren.

Mit oder ohne Auto?

Ob du ein Auto brauchst hängt von deinem Urlaubsstil ab. Wer an einem Ort bleibt und vor allem den Strand vor der Tür nutzt, kommt ohne Mietwagen aus. Die größeren Orte sind per Bus mit dem Flughafen und mit der Hauptstadt Puerto del Rosario verbunden. Fahrpläne können sich saisonal ändern, prüfe sie deshalb kurz vor deiner Reise. Landest du spät am Abend, ist ein vorab gebuchter Transfer oft entspannter als die Suche nach dem letzten Bus, gerade wenn deine Unterkunft im Süden liegt und die Fahrt entsprechend lang ist.

Wer die Insel erkunden will, also Betancuria, Ajuy, verschiedene Strände im Norden und Süden oder einen Ausflug nach Cofete, ist mit einem Mietwagen deutlich flexibler. Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut, die Entfernungen zwischen Norden und Süden aber groß. Plane deshalb Ausflüge in Etappen und rechne für Fahrten über die ganze Insel genug Zeit ein. Achte im Mietvertrag auf Regeln zu Pisten, Versicherung und Kaution. Unser Ratgeber zu Mietwagen in Spanien hilft dir bei der Auswahl.

Wenn du zwischen mehreren Kanareninseln schwankst, lohnt ein Blick auf den Vergleich von mySpanien, also unseren Vergleich der Kanareninseln. Eine Übersicht über alle Inseln findest du auf der Seite zu den Kanarischen Inseln.

Häufige Fragen zum Fuerteventura Urlaub

Was unterscheidet Corralejo und den Süden?

Corralejo im Norden ist ein lebendiger Ort mit Hafen, Restaurants, Dünen und Bootsverbindungen nach Lobos und Lanzarote. Der Süden mit Jandía bietet vor allem lange, breite Sandstrände und mehr Ruhe. Wer ausgehen und Ausflüge machen möchte, wählt eher den Norden, wer vor allem Strandtage will, eher den Süden.

Ist Fuerteventura nur für Wassersportler interessant?

Nein. Die Insel ist bei Wind- und Kitesurfern beliebt, bietet aber auch lange Strände für Familien, Wanderungen durch weite Landschaften und historische Orte wie Betancuria. Mit dem Wind solltest du allerdings auch als Badegast rechnen.

Welche Ausflüge führen ins Inselinnere?

Ein Tag rund um Betancuria mit Kirche, Museen und Aussichtspunkten lässt sich gut mit den Höhlen von Ajuy an der Westküste verbinden. Beide Ziele erreichst du am besten mit dem Auto.

Quellen und offizielle Informationen

  1. What you can't miss in Fuerteventura, Visit Fuerteventura, offizielles Tourismusportal, abgerufen am 24. Oktober 2026
  2. Corralejo, Visit Fuerteventura, abgerufen am 24. Oktober 2026
  3. Betancuria old town, Visit Fuerteventura, abgerufen am 24. Oktober 2026
  4. Fuerteventura island, spain.info, offizielles Tourismusportal Spaniens, abgerufen am 24. Oktober 2026
  5. Avisos de fenómenos meteorológicos adversos, AEMET, staatlicher Wetterdienst Spaniens, abgerufen am 24. Oktober 2026
  6. Fred. Olsen Express, Fred. Olsen Express, abgerufen am 24. Oktober 2026

Bildnachweise: Fotos: Jorge Fernandez Salas, Maria Bobrova / Unsplash.

Dunkle Felsküste mit Brandung im Abendlicht

Norden oder Süden?

Wenn klar ist, welcher Küstenabschnitt zu deinem Urlaub passt, kannst du Pauschalreisen und Unterkünfte gezielt vergleichen.

Angebote für Fuerteventura vergleichen

Suche auf mySpanien

Die Suche durchsucht nur Seiten von mySpanien direkt in deinem Browser.