Festland · Küste

Costa Brava für Buchten und Küstenorte entdecken

Die Costa Brava ist die felsige Küste Kataloniens zwischen Blanes und der französischen Grenze. Auf über 200 Kilometern wechseln sich lebhafte Badeorte, kleine Buchten, Fischerdörfer und Naturparks ab. Diese Seite hilft dir, den richtigen Abschnitt und den passenden Küstenort für deinen Costa-Brava-Urlaub zu finden.

Von der mySpanien Redaktion Aktualisiert am

Küstenort mit weißen Häusern an einer kleinen Sandbucht
Weiße Häuser an einer kleinen Sandbucht, typisch für viele Orte an felsigen Mittelmeerküsten.

Auf einen Blick

  • Die Costa Brava gehört zur Provinz Girona und reicht von Blanes bis Portbou.
  • Der Süden ist am stärksten touristisch erschlossen, die Mitte rund um Palafrugell und Begur bietet kleine Orte und Buchten, der Norden ist rauer und naturnäher.
  • Viele Buchten sind klein und felsig, lange Sandstrände gibt es eher an wenigen Abschnitten.
  • Für Buchten, Dörfer im Hinterland und Naturparks ist ein Auto meist sinnvoll.

Was zur Costa Brava gehört

Die Costa Brava liegt vollständig in der Provinz Girona im Nordosten Kataloniens. Laut dem spanischen Tourismusportal reicht sie von Blanes bis Portbou an der Grenze zu Frankreich und umfasst mehr als 200 Kilometer Küste. Der Name bedeutet ungefähr wilde Küste und er passt: Felsen, Klippen und Pinien reichen oft bis ans Wasser, dazwischen liegen kleine Buchten und Orte.

Wer an der Costa Brava Urlaub machen möchte, sollte wissen, dass die Küste keineswegs einheitlich ist. Zwischen dem lebhaften Süden mit großen Hotels und dem stillen, windigen Norden um das Cap de Creus liegen deutliche Unterschiede. Für die Planung hilft es, die Küste in drei Abschnitte zu teilen. Wie die Costa Brava zum übrigen Katalonien mit Barcelona, Girona, dem Hinterland und den Pyrenäen passt, erklärt unsere Seite zu Katalonien. Hier geht es um die Küste selbst.

Drei Abschnitte mit eigenem Charakter

Der Süden: Blanes, Lloret und Tossa

Der südliche Teil liegt am nächsten an Barcelona und ist am stärksten touristisch geprägt. Lloret de Mar ist ein großer Badeort mit vielen Hotels und Nachtleben. Tossa de Mar hat laut spain.info eine Küste aus Klippen, Pinienwäldern, Buchten und Stränden und besitzt mit seiner historischen Ummauerung einen besonderen Blickfang über dem Hauptstrand. Dieser Abschnitt passt zu Menschen, die eine gute Infrastruktur, viele Restaurants und kurze Wege suchen und dafür in der Hochsaison volle Strände in Kauf nehmen.

Die Mitte: Palafrugell, Begur und Pals

Im Baix Empordà wird die Küste kleinteiliger. Zur Gemeinde Palafrugell gehören die Küstenorte Calella de Palafrugell, Llafranc und Tamariu, jeweils mit kleinem Strand und Häusern bis ans Wasser. Begur liegt laut spain.info einige Kilometer vom Meer entfernt und wird von einer Burg aus dem 15. Jahrhundert überragt, die Buchten wie Sa Tuna und Aiguablava liegen unterhalb. Im Hinterland findest du mittelalterliche Dörfer wie Pals und Peratallada. Weiter nördlich ist L’Estartit der Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Medes-Inseln. Dieser Abschnitt passt gut zu Paaren und allen, die Buchten, gutes essen und kurze Ausflüge verbinden wollen.

Der Norden: Roses, Cadaqués und Cap de Creus

Ab dem Golf von Roses verändert sich die Landschaft erneut. Roses ist ein größerer Ort mit langer Bucht, dahinter beginnt die karge Halbinsel des Cap de Creus. Cadaqués mit seinen weißen Häusern hebt spain.info als besonders reizvollen Ort der Küste hervor. Nebenan in Portlligat liegt das Wohnhaus von Salvador Dalí, heute ein Museum. Der Norden passt zu Menschen, die Landschaft und Ruhe suchen und mit kurvigen Straßen sowie Wind leben können.

Welcher Küstenort passt zu dir?

Die Wahl des Ortes entscheidet über deinen Alltag im Urlaub. Wer in einem kleinen Ort an einer Bucht wohnt geht morgens zu Fuß zum Wasser und abends in ein Restaurant am Strand. Wer in einem Dorf im Hinterland wohnt hat oft mehr Ruhe, fährt aber jeden Tag ein Stück zur Küste. Die folgende Tabelle ist eine redaktionelle Einordnung von mySpanien.

Redaktionelle Einordnung: Orte an der Costa Brava nach Urlaubswunsch
Ort oder RaumPasst gut zuDarauf solltest du achten
Lloret de MarBadeurlaub mit viel Infrastruktur, NachtlebenIm Sommer sehr voll, wenig Dorfcharakter
Tossa de MarStrand und historischer Ortskern, FamilienZufahrt kurvig, in der Hochsaison lebhaft
Calella, Llafranc, TamariuKleine Orte am Wasser, Paare, SpaziergängeWenig Parkraum, Unterkünfte früh gefragt
BegurRuhige Basis mit Zugang zu vielen BuchtenLiegt nicht direkt am Strand, Auto sinnvoll
L’EstartitTauchen und Bootsausflüge zu den Medes-InselnLanger Strand, weniger Buchtencharakter
Cadaqués und Cap de CreusLandschaft, Ruhe, Kunst, WandernKurvige Anfahrt, Wind, wenig Sandstrände

Für Familien mit kleinen Kindern sind Orte mit sandigem, flach abfallendem Strand und Unterkünften in Gehweite oft entspannter als abgelegene Felsbuchten. Wer abends gern bummelt, wählt einen größeren ort wie Tossa oder Roses. Wer Natur sucht, findet im Norden mehr davon.

Felsbuchten, Sandstrände und Küstenwege

Viele Strände der Costa Brava sind kleine Calas zwischen Felsen. Sie sind oft klar und geschützt, aber auch schnell voll und nicht immer bequem zu erreichen. Manche liegen am Ende einer steilen Straße, andere erreichst du nur über Treppen oder schmale Pfade. Längere Sandstrände gibt es eher an einzelnen Abschnitten, etwa an den Hauptstränden größerer Orte oder an der Bucht von Roses.

Zwischen vielen Orten verlaufen alte Küstenwege, die oft Camí de Ronda genannt werden. Sie führen an der Steilküste entlang von Bucht zu Bucht und verbinden etwa die Orte bei Palafrugell miteinander. Für einen Spaziergang am morgen sind sie ideal. Bedenke aber, dass manche Abschnitte steil und steinig sind und im Sommer wenig Schatten bieten. Gutes Schuhwerk, Wasser und ein Blick auf die tageszeit gehören dazu. Wer badet sollte die Hinweise vor Ort beachten, denn auch an kleinen Buchten kann es Wellen oder Strömungen geben.

Naturparks und Kultur entlang der Küste

An der Costa Brava gibt es laut spain.info drei Naturparks: das Cap de Creus im Norden, die Feuchtgebiete Aiguamolls de l’Empordà und den Park Montgrí, Illes Medes i el Baix Ter mit den Medes-Inseln vor L’Estartit. Die Medes-Inseln sind ein bekanntes Ziel zum Tauchen. Für Tauchgänge und Bootsfahrten gelten eigene Regeln des Schutzgebiets, die du bei den Anbietern vor Ort erfährst.

Auch kulturell hat die Küste viel zu bieten. In Empúries liegen die Reste einer griechischen und römischen Stadt direkt am Meer. Figueres ist der Geburtsort Dalís und Sitz des Teatre-Museu Dalí, in Púbol steht das Schloss, das Dalí seiner Frau Gala widmete. Girona selbst liegt im Landesinneren und lohnt einen Tagesausflug mit seiner Altstadt. Diese Ziele eignen sich besonders für Tage, an denen das Wetter nicht zum Baden einlädt.

Das Hinterland als Ergänzung entdecken

Wer ein paar Tage an der Küste verbringt, sollte auch das Hinterland entdecken. Im Baix Empordà liegen mittelalterliche Dörfer wie Pals und Peratallada mit Steinhäusern, engen Gassen und Plätzen, die sich gut für einen Spaziergang am späten Nachmittag eignen. Dazwischen erstrecken sich Felder und kleine Straßen, auf denen du in kurzer Zeit von einem Ort zum nächsten kommst. Besonders an heißen Tagen oder wenn die Buchten zu voll sind, ist das eine angenehme Abwechslung.

Auch die Unterkunft kann im Hinterland liegen. In kleinen Landhotels oder einer Casa rural wohnst du oft ruhiger als an der Küste, brauchst aber für jeden Badetag das Auto. Rechne bei der Planung ehrlich durch wie oft du ans Meer möchtest. Wer jeden Tag baden will wohnt besser in Gehweite zum Wasser. Wer Ausflüge, Essen und Kultur ebenso wichtig findet, ist im Hinterland gut aufgehoben.

Unterwegs und Reisezeit

Für eine Costa-Brava-Reise mit mehreren Buchten und Dörfern ist ein Mietwagen meist die praktischste Lösung. Busse verbinden die größeren Orte mit Girona und Barcelona, aber kleine Buchten und Hinterlanddörfer erreichst du damit nur eingeschränkt. Im Sommer sind die Parkplätze an beliebten Buchten früh belegt und manche Gemeinden regeln die Zufahrt oder verlangen Parkgebühren. Wer früh am Morgen startet, hat meist weniger stress.

Die beliebteste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. Im Juli und August ist die Küste stark besucht, im Juni und September ist es spürbar ruhiger und das Meer oft noch angenehm. Frühling und Herbst eignen sich gut für Wanderungen auf den Küstenwegen und für Ausflüge nach Girona und Figueres. Im Norden kann der kräftige Nordwind, die Tramuntana, das Baden zeitweise ungemütlich machen. Prüfe vor Ausflügen die Wettervorhersage des staatlichen Wetterdienstes AEMET. Allgemeine Hinweise zur Reisezeit findest du im Ratgeber zur besten Reisezeit für Spanien.

Häufige Fragen zur Costa Brava

Liegt Begur direkt am Strand?

Nein. Der Ort liegt einige Kilometer vom Meer entfernt rund um seine Burg. Die Buchten wie Sa Tuna und Aiguablava liegen unterhalb an der Küste. Für Badetage brauchst du deshalb ein Auto oder musst mit längeren Wegen rechnen.

Brauche ich an der Costa Brava ein Auto?

Für einen Badeurlaub in einem größeren Ort mit Strand in Gehweite nicht unbedingt. Wer verschiedene Buchten, Dörfer im Hinterland und Naturparks sehen möchte, ist mit einem Mietwagen deutlich flexibler.

Welche Naturziele ergänzen einen Badeurlaub?

Das Cap de Creus mit seiner kargen Felslandschaft, die Feuchtgebiete der Aiguamolls de l’Empordà und die Medes-Inseln vor L’Estartit. Dazu kommen die Küstenwege zwischen den Buchten, die du auch ohne lange Wanderung erkunden kannst.

Quellen und offizielle Informationen

  1. Costa Brava: what to see, spain.info, offizielles Tourismusportal Spaniens, abgerufen am 24. Oktober 2026
  2. Begur, spain.info, abgerufen am 24. Oktober 2026
  3. Tossa de Mar, spain.info, abgerufen am 24. Oktober 2026
  4. Costa Brava destinations, spain.info, abgerufen am 24. Oktober 2026

Bildnachweise: Fotos: Susan Flynn, Austin Farrington / Unsplash.

Bucht mit flachem türkisfarbenem Wasser, Booten und Badegästen

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